Das ehemalige Garnisonslazarett

  • Geschossfläche
  • ca. 5.700 m²
  • Erbaut
  • 1911 bis 1913
  • Ursprüngliche Nutzung
  • Garnisonslazarett
  • Denkmalschutz
  • ja
Das ehemalige Garnisonslazarett

Das Lazarett

Das ehemalige Garnisonslazarett wurde 1911-1913 als Teil der Infanterie-Schießschule zuerst als einflügeliger Bau errichtet. Nach 1945 wurde dieser nach Norden mittig erweitert, so dass eine T-Form entstand. An diesen Bauteil wurde 1988 eine nochmalige Erweiterung angeschlossen. Das Gebäude ist somit Zeugnis der drei wesentlich unterschiedlichen Epochen: der späten Kaiserzeit, der frühen Nachkriegszeit, die an die dreißiger Jahre erinnert und der Epoche der Sowjetischen Stationierung. Der älteste Gebäudeteil aus der Kaiserzeit ist der optisch ansprechendste: die lange Gebäudefront mit siebzehn Fensterachsen wird durch zwei Dreiecksgiebel mit Zierfachwerk und einem rundbogigen Haupteingang unterbrochen. Der Putzbau ist dreigeschossig, hat ein Walmdach und ursprünglich einen gemauerten ziegelsichtigen Sockel, der inzwischen durch russische Fliesen verdeckt wurde. Eine besondere historische Bedeutung erhält das Gebäude durch die Aufnahme der Leiche Rosa Luxemburgs nach deren Ermordung und Bergung aus dem Berliner Landwehrkanal. Heute erinnert eine Gedenktafel an der Nordseite des kaiserzeitlichen Baus an diesen Zwischenfall.

Die Anbauten wurden aus Kapazitätsgründen in den jeweiligen Epochen vorgenommen.

Das Lazarett steht unter Denkmalschutz und aus planungsrechtlicher Sicht des Flächen-nutzungsplan-Entwurfs wird hier eine Wohnnutzung favorisiert. Die Erschließung erfolgt über die Südseite von der Rosa-Luxemburg-Straße aus.

Lazarett Plan